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Claudia K. genießt ihr Leben in vollen Zügen. Sie legt großen Wert auf eine gute Partnerschaft und auf ihre Freunde. Daneben verbringt die leidenschaftliche Reiterin einen großen Teil ihrer Freizeit mit ihrem Hobby. Doch ihr Leben verlief nicht immer in glatten Bahnen. Länger als ein halbes Jahr litt die studierte Hotelbetriebswirtin unter gravierenden Schlafstörungen.
Schlaflose Nächte durch Mobbing
Damals arbeitete sie in einem kleinen Unternehmen in Niedersachsen. Obwohl sie arbeitete „wie ein Tier“, wurde sie von ihrem Chef regelmäßig schikaniert. Das massive Mobbing führte dazu, dass sie nach anderthalb Jahren „ein reines Nervenbündel“ war. Die 1,72 Meter große Frau war mittlerweile auf 46 Kilogramm abgemagert. „Nachts überkam mich der Angstschweiß, morgens, wenn ich zur Arbeit musste, stand ich weinend im Türrahmen und dachte, ich will da auf gar keinen Fall mehr hin“, berichtet die 39-Jährige.
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Gefahr der Abhängigkeit
Claudia K. erging es wie vielen anderen Menschen: Was sie tagsüber nicht verarbeiten konnte, machte sich nachts breit, ließ sie wach liegen und grübeln – bis an den Rand der Verzweiflung. Sie ging zum dortigen Arzt, der schrieb sie für drei Tage krank und verordnete ihr das Beruhigungsmittel Diazepam mit dem Hinweis, dass sie die Tabletten wegen der Suchtgefahr nicht über längere Zeit einnehmen sollte. Claudia K. nahm das Mittel nicht ein. Ihre Mutter überredete sie, nach Hause zu kommen, um gesund zu werden.
Verhalten und Lebensumstände ändern
In Köln konnte Claudia K. ihrer vertrauten Hausärztin das Herz ausschütten. Die schrieb sie spontan für fünf Wochen krank und riet ihr, keine Schlaftabletten zu nehmen. Sie redete ihrer Patientin ins Gewissen, machte ihr klar, dass sie ernsthaft krank sei. Um gesund zu werden, müsse sie dringend ihre Lebensumstände verändern. Claudia K. hatte nun Zeit und Raum genug, um den nötigen Abstand zu gewinnen und sich zu fragen, wie ihr Leben in Zukunft aussehen sollte. Sie konnte wieder klar sehen und fasste den Entschluss, in dem Betrieb zu kündigen und zurück in ihre Heimatstadt zu ziehen.
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Pflanzliche Schlafmittel
Zurück in Köln, arbeitet sie nun schon seit längerem freiberuflich, weil sie bei sich die Tendenz erkannt hat, sich leicht ausbeuten zu lassen. „Ich tue heute mehr für mich selbst und verbringe viel Zeit mit den Pferden, gehe in die Sauna und mache Fitnesstraining.“
Wenn Claudia K. heute einmal viel Stress hat und deshalb nicht gut schläft, nimmt sie ausnahmsweise Baldriantabletten, die ihr Arzt ihr empfohlen hat. Die Festanstellung, die ihr von ihrem jetzigen Arbeitgeber angeboten wurde, hat sie abgelehnt.
Verhaltenstherapie kann zum Schlaf verhelfen
Nicht jeder ist wie Claudia K. in der glücklichen Lage, sich selbst helfen zu können. Wenn Schlafstörungen über Wochen und Monate andauern und die Ursachen nicht ausgeräumt werden können, ist es sinnvoll, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen einer Verhaltenstherapie können Schlafstörungen in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden.
Quelle: WDR
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