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SomnoGuard AP

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S O M N O G U A R D A P A N W E N D U N G

SomnoGuard® AP
Medizinische Hilfsmittel gegen Schnarchen und Schlafapnoe für Erwachsene

Folgende Informationen befinden sich im Wesentlichen auch in der Gebrauchsanweisung:

Packungsinhalt:
- SomnoGuard® AP: zweiteilige Schiene, Aufbewahrungsdose, Gebrauchsanleitung, 3 Justierschrauben aus Edelstahl (12, 16 und 20 mm),
1 Schraubenzieher, 1 Gabelschlüssel, 1 Kontermutter

Vor Anpassung Gebrauchsanleitung sorgfältig lesen.

Stand: 10.07.2007

Wem helfen die SomnoGuard® Unterkieferprotrusionsschienen?
SomnoGuard® Unterkieferprotrusionsschienen helfen bei Schnarchen und leichter bis mittelschwerer obstruktiver Schlafapnoe. Patienten mit Schlafapnoe
sollten diese Hilfsmittel stets nur unter strenger ärztlicher Kontrolle und nach Abwägung von Nutzen und Risiken für ihre Gesundheit sowie alternativ
verfügbarer Therapieformen (insbesondere nCPAP) verwenden. Bei Schlafapnoikern sollte der Unterkiefer wenigstens 7 mm nach vorne zu schieben sein.

Zur Erzielung eines optimalen therapeutischen Ergebnisses wird empfohlen, die SomnoGuard® Protrusionsschienen von einem Arzt (z.B. HNO-Arzt, Arzt im Schlaflabor, Zahnarzt) bzw. dessen Fachpersonal anpassen zu lassen. Zur Demonstration der Anpassung auf PCs unter Windows bietet der Schnarchladen www.schnarchladen.de oder auch Tomed für die Varianten SomnoGuard® und SomnoGuard® 2.0 die Video CD-ROM " SomnoGuard® - Die fachgerechte Anpassung" an.

Warnhinweis
Schnarchen kann ein Symptom für nächtliche Atemstillstände sein, die schwerwiegende gesundheitliche Komplikationen wie z.B. Herz-Kreislauf-
Erkrankungen nach sich ziehen können. Lassen Sie daher unbedingt von Ihrem Arzt die Ursache Ihres Schnarchens abklären.

2. Die Anpassung von SomnoGuard® AP
Funktionsprinzip
SomnoGuard® AP vermag den Unterkiefer stufenlos im Bereich von 0 bis ca. 12 mm nach vorne zu verschieben, wobei während des Tragens gleichzeitig
auch eine beschränkte Seitwärtsbewegung des Unterkiefers möglich ist. Abhängig vom Ausmaß des eingestellten Unterkiefervorschubs sind die Atemwege
weiter geöffnet, so dass Sie freier atmen können, ohne zu schnarchen. Ebenso werden bei obstruktiver Schlafapnoe die Atempausen reduziert. Mit
SomnoGuard® AP können Sie problemlos auch durch den Mund atmen, z.B. wenn infolge einer Erkältung die Nase verstopft ist.

Anpassung
1. Das Teil mit der nach vorne offenen Führung ("C-Schiene") für den Schraubenkopf kennzeichnet das Schienenteil für den Oberkiefer ("Oberteil"), dasjenige
mit dem Schraubengewinde entsprechend das Schiententeil für den Unterkiefer ("Unterteil").
2. In ein Gefäß mit einem Durchmesser von 10 cm oder größer kochendes Wasser bis zu einer Füllhöhe von ca. 7 cm einfüllen. Zur Anpassung zunächst das
Oberteil der Schiene im heißen Wasserbad 3½ Min. erhitzen, wobei das thermoplastische Füllmaterial glasig wird und zur Wasseroberfläche aufsteigt.
3. Mit einem Löffel Oberteil aus Wasserbad herausnehmen und 15 Sekunden abkühlen lassen. Mit den Fingern fühlen, ob das Füllmaterial den Patienten nicht
mehr verbrennen kann, andererseits aber noch plastisch ist.
4. Führen Sie die Anpassung selbst durch, sollten Sie die Schritte 5 und 7 am besten mit Hilfe eines Spiegels vornehmen.
5. Zuerst das Oberteil an den Oberkiefer anpassen, wobei die Frontzähne möglichst nahe an der Vorderwand zu positionieren sind. Alle Zähne -möglichst
exakt 15 Sekunden nach Entnahme aus dem Wasserbad- gleichmäßig bis auf die Bodenplatte des Oberteils in das Polymere eindrücken und die Position für
ca. 10 Sekunden halten. Schiene aus dem Mund entfernen und unter kaltem Wasser verfestigen.
6. Das Unterteil wird analog in einem Gefäß mit kochendem Wasser mit nahezu vollständig in das Gewinde eingedrehter kleiner Stellschraube (Länge 12 mm)
erhitzt. Die Position entspricht in zusammengesetztem Zustand beider Schienenteile im Regelfall der Normalbissstellung.
7. Nach dem Herausnehmen aus dem heißen Wasserbad Unterteil kurz abkühlen lassen (vgl. oben) und sodann Schienenober- und -unterteil miteinander
verbinden. Danach in verbundenem Zustand das bereits angepasste Oberteil auf die obere Zahnreihe aufsetzen und in den Kunststoff der Unterschale
möglichst nahe der Vorderwand fest einbeißen. Der Einbiss unten sollte ebenfalls so tief wie möglich und gleichmäßig sein. Die Position wird kurz gehalten.
Dann wird die Schiene aus dem Mund entfernt und das Unterteil unter kaltem Wasser verfestigt. Anschließend wird die fertig angepasste Schiene nochmals in
den Mund eingesetzt, um eine Sitzprobe durchzuführen.
8. Durch Drehen der Stellschraube kann der Unterkiefervorschub nun eingestellt werden. Die Strichmarkierungen jeweils links und rechts der Schraubenführung
haben voneinander einen Abstand von 2 mm, die Markierungen auf ein- und derselben Seite der Schraubenführung einen Abstand von 4 mm.
9. Die Justierschrauben haben eine Länge von 12, 16 und 20 mm. Sehr wichtig: Aus Sicherheitsgründen sollten die Stellschrauben jeweils mit ihrer vorderen
Spitze dennoch mindestens 7 mm in die 9 mm lange Schraubenführung eingedreht sein und nicht aus der Führung herausragen. Bei Bedarf ist die
nächstgrößere Justierschraube zu verwenden.
10. Falls erforderlich kann die Anpassung auf o.a. Weise nochmals wiederholt werden. Schienenteil(e) dann in heißem Wasserbad erneut erhitzen, bis die
Füllmasse plastisch geworden ist. Füllmasse mit den Fingern gleichmäßig in die Schale(n) eindrücken und verteilen. Anpassvorgang wie vorstehend
beschrieben wiederholen.
11. Zur Überprüfung des Sitzes Ober- und Unterteil in nicht verbundenem Zustand 10 bis 15 Sekunden in heißes Wasser eintauchen und danach Ober- und
Unterteil miteinander verbinden. Die Schiene nun so im Mund platzieren, dass die Zahnimpression der Anpassung nicht verändert wird. Speichel ansaugen
und schlucken sowie von außen massieren, um einen bestmöglichen Sitz zu erzielen. Nach einer Minute Schiene entfernen. Bei Bedarf kann dieser Vorgang
zwecks Verbesserung der Unterkieferretention jederzeit -auch später- wiederholt werden. Abschließend ist sicherzustellen, dass eine Seitwärtsbewegung des
Unterkiefers noch möglich ist. Die Schiene sollte nun gut sitzen. Ist dies nicht der Fall, sollte die Anpassung am besten wiederholt werden.
12. Überstehende Thermoplastenmasse, auch auf den Bodenflächen der Schalen, kann erforderlichenfalls mit einer Schere entfernt werden. In Vorbereitung
dazu Unter-oder Oberteil ca. 10 Sekunden in heißes Wasser eintauchen, dann Überstände mit einer Schere entfernen und die entstandenen Kanten der noch
warmen Polymerenmasse mit einem nassen Finger abrunden. Es empfiehlt sich, entferntes Material für etwaige künftige Anpassungen, z.B. zum
Wiederauffüllen der Schalen, aufzuheben.

Die ersten Wochen mit Ihrer Unterkieferprotrusionsschiene
Die Eingewöhnungsphase bis zum Erreichen des maximalen Benutzungskomforts dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Während der ersten Tage
werden Sie die Protrusionsschiene vielleicht nicht die ganze Nacht über in Ihrem Mund behalten können oder das Mundstück wird Ihnen nachts aus dem
Mund herausfallen. Dies ist normal. Lassen Sie sich dadurch nicht sofort entmutigen. Wichtig ist, dass Sie das Mundstück am Abend nach dem Zähneputzen
beim Einsetzen gut ansaugen, um den Speichel, der sich innerhalb der Schiene angesammelt hat, zu entfernen. Die Schiene haftet so besser an Ihren
Zähnen. Mit jeder weiteren Nacht werden Sie sich immer besser an Ihre Unterkieferprotrusionsschiene gewöhnen. Vereinzelt wird das Tragen im Zahn- und
Kieferbereich in der Anfangsphase als unangenehm empfunden. Auch dies ist normal. Das Empfinden normalisiert sich innerhalb weniger Minuten nach
Herausnahme der Schiene aus dem Mund. Wenn Sie Ihre SomnoGuard® Schiene -ganz gleich welchen Typ Sie tragen- regelmäßig verwenden, wird das
Fremdkörpergefühl in Ihrem Mund innerhalb einiger Wochen in der Regel vollständig verschwinden. Bei den meisten Menschen treten während der
Eingewöhnung keine nennenswerten Probleme auf. Lassen auch Sie sich deshalb nicht so rasch entmutigen. Nach einigen Wochen werden Sie und Ihr(e)
Partner(in) mit dem Ergebnis hochzufrieden sein.

Besondere Hinweise
Zur Prävention des Austrocknens der Mundschleimhaut ist der Gebrauch eines Kinnbandes während der Nachtruhe vorteilhaft, wenn Sie mit geöffnetem
Mund schlafen und dabei Unterkieferprotrusionsschienen oder nCPAP verwenden (Bezug möglich über Tomed).
Bei einer sehr kleinen Anzahl von Menschen kann der Gebrauch der Unterkieferprotrusionsschienen vorübergehende Kiefergelenksbeschwerden hervorrufen.
Treten beim Gebrauch der SomnoGuard® Protrusionsschienen im Kieferbereich starke Schmerzen oder längerandauernde andere Unannehmlichkeiten auf,
brechen Sie den Gebrauch sofort ab und konsultieren Sie Ihren Zahn- oder Hausarzt. Dieser wird dann feststellen, ob der Zustand durch die Schiene
herbeigeführt worden ist. Bestehen bereits vor erstmaligem Gebrauch Kiefergelenksprobleme, sollten Sie die SomnoGuard® Schienen nicht benutzen.
Können Sie zeitweilig nicht frei durch die Nase atmen, z.B. bei Schnupfen, müssen Sie prüfen, ob Sie bei SomnoGuard® oder SomnoGuard® 2.0 durch die
Öffnung im vorderen Bereich des Mundstücks genügend Luft bekommen. Ist die Luftzufuhr nicht ausreichend, sollten Sie diese Schienen vorübergehend nicht
benutzen. Hinsichtlich Ihrer Nasenverstopfung und Gebrauch des Mundstückes konsultieren Sie Ihren Arzt. Bei SomnoGuard® AP ist eine Mundatmung
problemlos jederzeit möglich.
Bei bestehenden Zahnerkrankungen (z.B. Parodontose), Vollprothesen, großen Zahnlücken oder Zahnfehlstellungen (z.B. Vorbiss, Unterbiss, Kreuzbiss)
sollten Sie die mögliche Verwendung einer Unterkieferprotrusionsschiene vorab mit ihrem Zahnarzt abstimmen.

Insbesondere bei ständigem Tragen einer
Protrusionsschiene wird auf die Notwendigkeit einer periodischen und regelmäßigen Kontrolle durch einen Zahnarzt hingewiesen.
Bei Zähneknirschen (Bruxismus) kann die mittlere Lebensdauer aller SomnoGuard Protrusionsschienen unter Umständen deutlich verkürzt sein. Speziell
Bei Zähneknirschen (Bruxismus) kann die mittlere Lebensdauer aller SomnoGuard Protrusionsschienen unter Umständen
deutlich verkürzt sein. Speziell Träger der zweiteiligen Schiene SomnoGuard® AP mit Zähnknirschen sollten zur Sicherheit
nach jeder Benutzung prüfen, ob die Schiene unbeschädigt ist (z.B. Risse in dem harten aus Polycarbonat bestehenden
Rahmen, verbogene Justierschraube) oder sonst wie verändert erscheint. Gegebenenfalls sollten Sie die Schiene nicht
länger verwenden und sich zwecks spezieller therapeutischer Alternativen für Zähneknirscher an Ihren Zahnarzt wenden.
Mittels einer Kontermutter kann der eingestellte Unterkiefervorschub bei Bedarf fixiert werden. Die Kontermutter sollte nur
leichte mit Hilfe des Gabelschlüssels gegen das Schraubengewinde fixiert werden. Für Patienten, die bei Edelstahlkontakt
allergisch reagieren, sind Justierschrauben und Kontermutter auch aus biokompatiblen Titan erhältlich.

Pflege
Reinigen Sie Ihre SomnoGuard® Unterkieferprotrusionsschiene kontinuierlich jeden Morgen mit einer weichen Zahnbürste und 2-3 Tropfen flüssigen
Geschirrspülmittels oder einem flüssigen Prothesenreiniger (z.B. Curadent "BDC daily"; entfernt sicher Plaques, ohne den Kunststoff anzugreifen. Curadent
BDC daily kann bei Tomed bestellt werden). Spülen Sie die Schiene ab, lassen Sie sie dann an der Luft trocknen und verwenden Sie zur Aufbewahrung die
der Packung beiliegende Dose.

Vertrieb:

Der Schnarchladen
www.schnarchladen.de
Badstr. 15
86926 Greifenberg
Email: schnarchen@gmx.de

Herstellung: Tomed Dr. Toussaint GmbH - Medizinische Produkte
Lindberghstr. 3a, D-64625 Bensheim
Tel. (06251) 983344, Fax: (06251) 983345
SGS.UI.0707.GE.0001

S O M N O G U A R D 2 . 0

SomnoGuard® und SomnoGuard® 2.0

Vor Anpassung Gebrauchsanleitung sorgfältig lesen.

Stand: 10.07.2007

Warnhinweis
Schnarchen kann ein Symptom für nächtliche Atemstillstände sein, die schwerwiegende gesundheitliche Komplikationen wie z.B. Herz-Kreislauf-
Erkrankungen nach sich ziehen können. Lassen Sie daher unbedingt von Ihrem Arzt die Ursache Ihres Schnarchens abklären.

1. Die Anpassung von SomnoGuard® und SomnoGuard® 2.0
Funktionsprinzip
Die SomnoGuard® Unterkieferprotrusionsschienen reduzieren nächtliches Schnarchen und die Atempausen bei obstruktiver Schlafapnoe. Ihre Wirkungsweise
beruht auf einer Vorverlagerung des Unterkiefers und damit auch des Zungengrundes. In dieser Unterkieferstellung sind die Atemwege weiter geöffnet, und
Sie können freier atmen, ohne zu schnarchen. Die Verwendung von SomnoGuard® und - 2.0 setzt eine regelrechte Nasenatmung sowie einen kompletten
Zahnstatus voraus. Ein Luftloch in der Frontpartie des Mundstücks ermöglicht es bei diesen beiden Typen, im Notfall kurzzeitig durch den Mund zu atmen. Die
zweiteilige Schiene SomnoGuard® AP erlaubt problemlos jederzeit auch eine Mundatmung (s. unten).
SomnoGuard® 2.0, modifiziert nach Dr. Juergen Abrams, HNO- und Zahnarzt in Hamm (Westf.), unterscheidet sich von SomnoGuard® durch eine Verdickung
der Bissplatte im Backenzahnbereich um beidseitig jeweils 1,5 mm sowie eine Erhöhung der Seitenwände in diesem Bereich um 1 mm. In den meisten Fällen
entfällt bei Gebrauch der Schiene SomnoGuard® 2.0 bei Vorliegen eines Deckbisses die im Falle von SomnoGuard® erforderliche zeitaufwendige Erhöhung
der Bisslage mittels des jeder Packung beiliegenden Modellierungsstreifens.
Anpassungsvorbereitung
1. Der Packung liegt ein Holzspatel bei. Dieser wird durch das Atemloch des Mundstücks hindurchgeschoben, so dass die Spitze einige Millimeter auf der
rückwärtigen Seite des Mundstücks herausragt. Mit dem Holzspatel wird das Mundstück während der Anpassung festgehalten.
2. Zunächst wird das noch nicht angepasste Mundstück in den Mund derart eingesetzt, dass der zum Halten verwendete Holzspatel vom Gesicht wegweist.
Die Einkerbung für das Lippenbändchen kennzeichnet das Oberteil der Schiene. Der obere Teil des Mundstücks bildet den Bisskanal für den Oberkiefer, der
untere Teil entsprechend den Bisskanal für den Unterkiefer.
3. Vor der eigentlichen Anpassung sollte der Formgebungsprozess zunächst mit kaltem Wasser geübt werden. Nehmen Sie -entgegen unserer o.a.
Empfehlung- die Anpassung selbst vor, sollten Sie hilfsweise dazu einen Spiegel verwenden. Für die Zeitmessung ist eine gut ablesbare Uhr mit
Sekundenzeiger zu verwenden.
Individuelle Anpassung
1. Etwa 1 Liter Wasser wird in einem Gefäß zum Kochen gebracht. Das Gefäß muss ausreichend hoch sein, so dass beim Eintauchen mit Hilfe des
Holzspatels das Mundstück vollständig mit Wasser bedeckt ist.
2. Nach Entfernung des kochenden Wassers von der Kochstelle wird das Mundstück mit Hilfe des Holzspatels vorsichtig hin- und herschwenkend schräg
(nicht senkrecht) in das heiße Wasser eingetaucht, um den Kunststoff formbar zu machen. Beachten Sie hierbei folgende Unterschiede:
SomnoGuard®
Erfahrenen Anpassern empfehlen wir eine Eintauchzeit von 25 bis 35 Sekunden, wodurch eine optimale Kieferimpression erreicht wird. Der Personenkreis
ohne oder mit nur geringer Anpasserfahrung sollte SomnoGuard® nur 20 bis 25 Sekunden in das heiße Wasser eintauchen (vermindertes Fehlerrisiko des
Verklebens der Seitenwände, s. unten)!. Nach dem Erhitzen hat das Mundstück seine Trübung verloren und sieht klar aus. Mit dem Finger prüft man am
Rand, ob es sich leicht verformen lässt. Wichtig: Es ist unabhängig von der Eintauchzeit darauf zu achten, dass während des Erhitzens die inneren und
äußeren Seitenwände der Schiene sich nicht aufeinander zuneigen und verkleben. Falls erforderlich, ist die Schiene kurz aus dem heißen Wasser zu nehmen,
um die Wände mit den Fingerspitzen wieder in die Ausgangsform aufzurichten.
SomnoGuard® 2.0
Zunächst wird nur der Bereich mit der verdickten Bissleiste ca. 40 Sekunden lang in das heiße Wasserbad eingetaucht, anschließend die ganze
Protrusionsschiene für weitere 20 - 35 Sekunden unter vorsichtigem Hin- und Herschwenken mittels des Holzspatels (weiteres, insbesondere Risiko des
Verklebens der Wände, s. oben).
3. Mit dem Holzspatel als Griff nimmt man das Mundstück aus dem heißen Wasser und schüttelt vorsichtig noch anhaftende Wassertropfen ab. Nach ca. 12
bis 15 Sekunden prüft man am inneren Handgelenk, ob das Mundstück auf eine vertretbare Temperatur abgekühlt ist und sich trotzdem noch formen lässt.
Anschließend wird mit Hilfe des Holzspatels die Schiene vorsichtig mit der Einkerbung für das Lippenbändchen nach oben in den Mund eingeführt, und zwar
zuerst der Unterkiefer in den unteren Kanal des Mundstücks und danach die obere Zahnreihe entsprechend in den oberen Kanal. Das thermoflexible noch
weiche Mundstück passt sich dabei automatisch der Zahnbogenweite an.
4. Es ist darauf zu achten, dass der Holzspatel noch fest in der Öffnung des Mundstücks sitzt und auf der Rückseite einige mm herausragt. Dadurch wird ein
Verschluss des Atemlochs bei der Anpassung vermieden. Nun wird der Unterkiefer ungefähr zur Hälfte der maximal möglichen Ausdehnung nach vorne
gestreckt. Bei Normalbiss entspricht ein solcher Unterkiefervorschub im Regelfall der Kopfbiss-Stellung der Schneidezähne (vgl. Abb. 3). Sodann werden die
Zähne fest zusammengebissen. Es ist zu vermeiden, auf die Ränder des Mundstückes zu beißen, denn dies würde die Schiene beschädigen oder sogar
zerstören. Beim Zusammenbeißen der Zähne wird gleichzeitig die Luft aus der Mundhöhle angesaugt, die Zunge gegen die untere innere Oberfläche der
Frontzähne unterhalb des Holzspatels gedrückt. Die Außenwände der Schiene werden zudem mit den Fingerspitzen fest gegen die Zähne gepresst, um einen
festen Sitz des Mundstückes zu erreichen.
Abb. 1: Normale
Position des Kiefers
Abb.2: Maximal gedehnte
Kieferposition
Abb. 3: Die gewünschte
Position entspricht der
Kopfbiss-Stellung bei normalen
Kieferverhältnissen
5. Nach ca. 30 Sekunden wird das Mundstück mit dem Holzspatel aus dem Mund entfernt und sodann 10 Sekunden lang in kaltes Wasser eingetaucht, um die
Anpassform zu festigen. Bei korrekter Anpassung ist nun deutlich ein Abdruck beider Zahnbögen in allen Bereichen des Mundstücks erkennbar und die
Seitenwände sind nicht beschädigt (vgl. Foto Nr. 2 auf Faltschachtel). Nur so ist gewährleistet, dass das Mundstück wie erforderlich während des Gebrauchs
an den Zähnen leicht anhaftet.
6. Nun kann der Holzspatel aus dem Atemloch entfernt werden. Danach wird das Mundstück erneut in den Mund eingesetzt, um die Passform zu überprüfen.
Die vorgestreckte Position des Unterkiefers sollte noch als angenehm empfunden werden. Bei unbefriedigendem Tragekomfort sind die Schritte 1 – 5 zu
wiederholen. Die meisten Benutzer erhalten bei einer zweiten Anpassung einen noch angenehmeren Sitz des Mundstücks. Der Anpassvorgang kann in der
Regel bis zu dreimal wiederholt werden. Bei einer erneuten Anpassung darf das Mundstück in kochendem Wasser jedoch nur noch maximal 25 Sekunden
lang erhitzt werden, und zwar bei Bedarf am besten getrennt die oberen und unteren Bereiche des Mundstücks.
7. Hört das Scharchen nun nicht vollständig auf, sollte das Mundstück wie beschrieben neu angepasst werden. Der Unterkiefer sollte hierbei etwas weiter
nach vorne geschoben werden als bei der vorherigen Anpassung, jedoch nicht maximal.
Anwendung des Modellierungsstreifens
Bei Vorliegen eines „Deckbisses“ kann mittels des jeder Packung beiliegenden Modellierungsstreifens, der aus dem gleichen Material wie die Aufbißschiene
besteht, von Ihrem Arzt individuell der Molarenbereich, d.h. die Position der Backenzähne, erhöht werden. Im Falle von SomnoGuard® 2.0 wird der Gebrauch
des Modellierungsstreifens wegen beidseitiger Verdickung der Bissleiste nur in seltenen Fällen erforderlich sein.
Ein Deckbiss zeigt sich daran, dass nach Erstanpassung in beiden Bisskanälen der Schiene nicht deutlich ein Abdruck beider Zahnbögen erkennbar ist. An
der Stelle, wo eine Bisserhöhung erforderlich ist, werden sodann die Schiene und separat der Modellierungsstreifen für ca. 15 Sekunden lang in ein heißes
Wasserbad eingetaucht. Danach wird der weiche noch warme Modellierungsstreifen an der gewünschten Stelle in den Bisskanal eingedrückt. Die nicht mehr
benötigten Streifenteile werden abgerissen oder mit einer Schere abgeschnitten. Andere Bisszonen der Aufbissschiene sind erforderlichenfalls ebenfalls wie
vorstehend beschrieben zu erhöhen, wobei die Reste des Modellierungsstreifens zu verwenden sind. Im Regelfall ist eine Bisserhöhung in nur einem
Bisskanal ausreichend, um bei einer Korrekturanpassung in beiden Bisskanälen eine gute und gleichmäßige Kief
rimpression zu erzielen. Nach Einbringung
des Streifens bzw. der Streifenabschnitte in die Bissrille wird die Schiene im Bereich des aufgelegten Streifens bzw. der aufgelegten Streifenabschnitte
abschließend ca. 20 Sekunden lang in heißem Wasser erhitzt. Nach erneutem vorsichtigem Einbeißen -ohne Veränderung des Unterkiefervorschubs- wird die
Schiene wiederum in kaltem Wasser verfestigt und ist sodann einsatzbereit.
Verformungen und Beschädigungen, z.B. niedergebissene Seitenwände, lassen sich durch Remodellierung in der o.a. Weise oftmals korrigieren. Die
Anpassung kann je nach Vorbeanspruchung des Mundstücks zwei- bis dreimal wiederholt werden. Eine Neuanpassung kann auch zweckmäßig sein, um den
eingestellten Unterkiefervorschub (z.B. bei Auftreten von muskulären Schmerzen im Kiefergelenksbereich) zu reduzieren oder bei immer noch auftretendem
Schnarchen zu vergrößern.

Vertrieb:

Der Schnarchladen
www.schnarchladen.de
Badstr. 15
86926 Greifenberg
Email: schnarchen@gmx.de

Herstellung: Tomed Dr. Toussaint GmbH - Medizinische Produkte
Lindberghstr. 3a, D-64625 Bensheim
Tel. (06251) 983344, Fax: (06251) 983345
SGS.UI.0707.GE.0001