Zahnschiene als Therapie bei leichter Apnoe

Z A H N S C H I E N E   A L S   T H E R A P I E   B E I   L E I C H T E R   A P N O E 

Während es für Patienten mit schwerer obstruktiver Schlafapnoe (OSAS ) keine Alternative zur nasalen Überdrucktherapie gibt, kann die Behandlung von Patienten mit leichter OSAS oftmals durch eine Zahnschiene in Verbindung mit einer veränderten Schlafposition erfolgreich behandelt werden. Eine echte Alternative bei sehr schweren Schnarchern ist das aber wohl nicht, wie Dr. Martin Held vom Klinikum Kempten kürzlich auf einem Symposium darlegte. Die verschiedenen ein- und mehrteiligen Schienen sind weniger effektiv als die Geräte zur CPAP -Therapie, bei denen dem Patienten die Luft mit einem geringen Überdruck über die Nase zugeführt wird. Allerdings wird das Tragen einer CPAP Maschiene jede Nacht oft nicht tlleriert. Auch die bekannten operativen HNO -Eingriffe wie die laserassistierte Uvulopalatoplastik (LAUB ) sind nur für Patienten mit leicht- bis mittelgradiger Schlafapnoe anzuraten.

Es bleibt daher unumstritten, dass die Therapie der Wahl bei allen schweren Formen der Schlafapnoe die kontinuierliche Überdruckbeatmung durch die Nase ist. Dabei wird der Rachen offen gehalten, es treten keine oder nur wenige Apnoen auf, und das Schnarchen hört auf oder wird stark reduziert. Dr. Held empfahl besonders solche Beatmungsgeräte, die Unregelmäßigkeiten der Atmung erkennen und den Therapiedruck entsprechend anpassen. Der Vorteil solcher Geräte ist, dass der dabei angewandte Therapiedruck niedriger als bei anderen Geräten sein kann, was die Compliance für die Patienten erhöht.

(Quelle: Ärztezeitung)


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